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Schubgetriebe bei Außenbordern – Wann mehr Schub wichtiger ist als mehr PS

26. June 2026• von Christopher del Castillo

Schubgetriebe bei Außenbordern – Wann mehr Schub wichtiger ist als mehr PS


Viele Bootsbesitzer stehen früher oder später vor derselben Frage: Reicht ein normaler Außenborder, oder brauche ich einen Schubmotor mit Schwerlastgetriebe? Die Antwort hängt weniger von der Motorleistung ab als vom Einsatzzweck Ihres Bootes. Sport- und Gleitboote sollen möglichst schnell in die Gleitfahrt kommen – doch Segelboote, Hausboote, Pontonboote und Arbeitsboote brauchen vor allem eines: kraftvollen Schub bei niedriger Geschwindigkeit.

Dieser Ratgeber von Aussenborder24 erklärt, was ein Schubgetriebe technisch leistet, wann es einer Aufstockung der PS-Zahl überlegen ist, welche Modelle von Suzuki und Hidea in unserem Sortiment infrage kommen und wo die Nachteile liegen. Wir verkaufen Außenbordmotoren mit und ohne Schwerlastgetriebe und kennen die Unterschiede aus der täglichen Beratung.

Was ist ein Schubgetriebe?

Ein Schubgetriebe – im deutschen Sprachraum auch als Schwerlastgetriebe bezeichnet, im internationalen Marinemarkt häufig als High Thrust, Heavy-Duty Gearcase oder bei Hidea als Power-Thrust-Design – ist ein Außenborder-Unterwasserteil mit deutlich größerer Getriebeuntersetzung als bei Standardmodellen. Während ein normaler Außenborder auf hohe Propellerdrehzahlen für maximale Endgeschwindigkeit ausgelegt ist, reduziert das Schubgetriebe die Drehzahl am Propeller bewusst.

Dadurch entsteht wesentlich mehr Drehmoment am Propeller. In Verbindung mit einem größeren Propeller mit mehr Blattfläche wird erheblich mehr Wasser verdrängt – und genau dieses verdrängte Wasservolumen erzeugt den Schub, der das Boot bewegt. Im Mittelpunkt steht damit nicht die Höchstgeschwindigkeit, sondern maximale Zugkraft bei niedrigem bis mittlerem Drehzahlbereich.

Begriffsklärung: "Schubgetriebe", "Schwerlastgetriebe", "High Thrust", "Heavy-Duty Gear" und "Power-Thrust-Design" beschreiben dasselbe technische Prinzip. Jeder Hersteller verwendet eigene Markennamen. Bei Suzuki heißt es Schwerlastgetriebe und ist exklusiv beim DF60AV verbaut. Bei Hidea heißt es Power-Thrust-Design und ist im Modellcode am Buchstaben "U" erkennbar (z. B. HDEF 60 FUEL-T).

Schubgetriebe oder mehr PS? Die ehrliche Antwort

Viele Käufer glauben: "Mein Boot fährt schwerfällig – also brauche ich mehr Leistung." Bei Verdrängerbooten stimmt das häufig nicht. Verdränger – also Boote, deren Rumpf das Wasser zur Seite drückt statt darüber zu gleiten – haben eine festgelegte sogenannte Rumpfgeschwindigkeit. Ist diese erreicht, bringt zusätzliche Motorleistung kaum mehr Endgeschwindigkeit, sondern nur mehr Verbrauch, mehr Lärm und mehr Motorbelastung.

Ein praktisches Beispiel verdeutlicht den Unterschied. Ein normaler 60-PS-Außenborder mit Standardgetriebe erreicht eine bestimmte Endgeschwindigkeit, hat aber begrenzten Durchzug. Ein 60-PS-Schubmotor mit größerem Propeller und größerer Untersetzung erreicht eine etwas geringere Endgeschwindigkeit, schiebt das Boot aber spürbar souveräner an – besonders gegen Wind, Strömung oder mit voller Beladung. Beim Anlegen ist der Unterschied am deutlichsten.

Gerade bei Segelbooten, Hausbooten und schwereren Verdrängerbooten bringt die richtige Getriebeübersetzung in der Praxis oft mehr Nutzen als zusätzliche 10 PS – bei niedrigerem Verbrauch und geringerer Motorbelastung.

Wie funktioniert ein Schubgetriebe technisch?

Das Prinzip ähnelt dem ersten Gang eines Autos: Eine kurze Übersetzung liefert viel Kraft, beschleunigt souverän, erreicht aber keine hohe Endgeschwindigkeit. Drei Faktoren wirken bei einem Schubgetriebe zusammen.

Größere Untersetzung

Ein Standard-Außenborder im mittleren Leistungsbereich nutzt typischerweise eine Untersetzung um 2,0:1 bis 2,3:1. Ein Schubgetriebe arbeitet mit einer numerisch größeren Untersetzung. Suzukis DF60AV mit Schwerlastgetriebe beispielsweise mit 2,42:1 gegenüber 2,27:1 beim Standardmodell DF60A. Das bedeutet: Der Motor dreht relativ höher, um eine bestimmte Propellerdrehzahl zu erzeugen, und überträgt mehr Drehmoment an den Propeller.

Größerer Propeller mit mehr Blattfläche

Das Schwerlastgetriebe erlaubt den Einsatz von Propellern, die für die Standardausführung des Motors zu groß wären. Der DF60AV von Suzuki kann mit einem 14-Zoll-Propeller (36 cm Durchmesser) kombiniert werden – deutlich größer als beim Standardmodell. Ein größerer Propeller mit mehr Blattfläche verdrängt pro Umdrehung mehr Wasser, und mehr verdrängtes Wasser bedeutet mehr Schub – vorwärts wie rückwärts.

Verstärktes Unterwasserteil

Größere Propeller erzeugen höhere Kräfte. Das Unterwasserteil eines Schubmotors ist deshalb robuster ausgeführt als bei Standardmodellen. Das schlägt sich in einem geringfügig größeren Strömungswiderstand nieder, ist aber konstruktiv notwendig, damit die höheren Drehmomente sicher übertragen werden können.

Für welche Boote eignet sich ein Schubmotor wirklich?

Ein Schubmotor ist nicht für jedes Boot die richtige Wahl. Im Folgenden die Anwendungen, bei denen er seine Stärken klar ausspielt.

Segelboote als Hilfsantrieb

Segelboote sind in Motorbetriebsphasen praktisch immer Verdränger. Bei Flaute, Hafenmanövern, gegen Strömung oder beim Anlegen zählt jeder Newton Schub. Ein Schubmotor mit großem Propeller liefert die kontrollierbare Vorwärts- und Rückwärtskraft, die in engen Marinas und bei seitlich angreifendem Wind den Unterschied macht.

Hausboote

Hausboote sind klassische Verdrängerboote mit hoher Verdrängung, viel Windangriffsfläche und oft begrenzter Manövrierfähigkeit. Ein Schubmotor sorgt hier für ruhiges, kontrolliertes Fahren – auch dann, wenn an Bord viele Personen und Ausrüstung mitfahren. Beim Anlegen an engen Stegen profitiert man besonders vom kräftigen Umkehrschub.

Pontonboote

Pontonboote tragen Passagiere, Kühlboxen, Anker, Wassersport-Ausrüstung und mehr – und sie erzeugen durch ihre Schwimmkörper deutlich mehr Wasserwiderstand als ein klassischer V-Rumpf. Ein Schubmotor verbessert hier die Andockkontrolle, den Rückwärtsschub und das Fahrverhalten unter voller Last spürbar.

Arbeits- und Behördenboote

Ob Berufsfischer, Wasserbau, Feuerwehr oder Wasserschutzpolizei – Arbeitsboote tragen oft schwere Lasten, Werkzeug oder Personen. Hier zählt nicht Tempo, sondern Zuverlässigkeit und Zugkraft. Schubmotoren werden in diesem Segment besonders gerne eingesetzt, weil sie bei niedrigerer Drehzahl arbeiten und so eine längere Lebensdauer versprechen.

Kicker und Trolling-Anwendung

Ein "Kicker" ist ein kleiner Hilfsmotor neben dem Hauptmotor, der vor allem zum Schleppangeln (Trolling) oder als Reserveantrieb dient. Schub-Konfigurationen sind hier besonders beliebt: Sie laufen kontrolliert mit niedriger Drehzahl, ermöglichen präzise Trolling-Geschwindigkeiten und sparen Betriebsstunden am Hauptmotor.

Wann ein Schubmotor nicht passt

Für reine Gleitboote, Sportboote und Wassersport-Anwendungen ist ein Standard-Außenborder fast immer die bessere Wahl. Gleitboote profitieren davon, dass der Motor das Boot über die Gleitschwelle hebt – dafür sind hohe Propellerdrehzahlen und ein kleinerer, effizienter Propeller besser geeignet als ein großer Schub-Propeller.

Wo liegen die Nachteile?

Schubmotoren sind in den Anwendungen, für die sie konzipiert sind, hervorragend – aber sie haben auch echte Nachteile, die man vor dem Kauf kennen sollte.

Erstens: Geringere Höchstgeschwindigkeit. Wer auch nur gelegentlich gleiten oder schneller fahren möchte, ist mit einem Schubmotor schlechter bedient. Ein Schubmotor auf einem leichten Gleitboot bringt deutlich weniger Endgeschwindigkeit als das Standardmodell mit gleicher PS-Zahl.

Zweitens: Höheres Gewicht. Das robustere Unterwasserteil und der größere Propeller machen Schubmotoren spürbar schwerer als die Standardausführung gleicher Leistung. Wer den Motor regelmäßig vom Boot abnimmt – etwa für Transport oder Winterlagerung – sollte das berücksichtigen.

Drittens: Höherer Anschaffungspreis. Schubmodelle kosten in der Regel mehr als die Standardvarianten derselben PS-Klasse. Das robustere Getriebe und der spezielle Propeller schlagen sich im Verkaufspreis nieder.

Viertens: Etwas mehr Strömungswiderstand. Das größere Unterwasserteil erzeugt unter Segeln oder bei höherer Geschwindigkeit etwas mehr Widerstand. Bei reinen Motorbooten ist dieser Effekt praktisch zu vernachlässigen.

Suzuki Schwerlastgetriebe: Der DF60AV

Innerhalb der aktuellen Suzuki-Außenborder-Palette 2026 ist das Schwerlastgetriebe ein Sondermerkmal – und zwar exklusiv beim Modell DF60AV. Das ist eine wichtige Klarstellung, die in vielen Beratungsgesprächen für Klarheit sorgt: Suzuki bietet kein flächendeckendes Schwerlast-Portfolio, sondern ein gezielt ausgelegtes Einzelmodell in der 60-PS-Klasse.

Suzuki DF60AV – Die technischen Eckdaten

Suzuki DF60AV – 60 PS Schwerlastgetriebe
Untersetzung: 2,42:1 (vs. 2,27:1 beim DF60A)
Propellerdurchmesser: bis 14 Zoll (36 cm) – größer als bei der Standardausführung
3-Zylinder-Viertaktmotor, 941 cm³
Empfohlener Drehzahlbereich: 5.300–6.300 1/min
Spiegelhöhe (Schaftlänge): L: 51 cm
Gewicht: ca. 115 kg
Ausstattung: Lean-Burn-Technologie, wartungsfreie selbstjustierende Steuerkette, Korrosionsschutzlack

Wann sich der DF60AV gegenüber dem DF60A lohnt

Wer ein schweres Verdrängerboot, einen kleineren Kabinenkreuzer, ein Hausboot oder ein Arbeitsboot in der 60-PS-Klasse betreiben möchte, fährt mit dem DF60AV in der Regel besser. Der größere Propeller und die kürzere Übersetzung sorgen für kräftige Beschleunigung aus dem Stand und einen ruhigen, drehmomentstarken Lauf im typischen Verdrängerbetrieb. In Kombination mit Suzukis Lean-Burn-Technologie und der wartungsfreien Steuerkette ergibt sich ein effizientes, langlebiges Antriebspaket.

Wer dagegen ein leichteres Gleitboot mit 60 PS motorisiert, ist mit dem Standardmodell DF60A meist besser bedient. Höhere Endgeschwindigkeit, geringeres Gewicht und niedrigerer Preis sprechen in diesem Fall für die klassische Variante.

Hidea Power-Thrust-Design: Die "U"-Modelle

Hidea hat sich in den letzten Jahren vom unbekannten Newcomer zu einer ernsthaften Alternative im Außenbordmarkt entwickelt – besonders im Preis-Leistungs-Segment. Hidea bezeichnet sein Schubgetriebe als Power-Thrust-Design und kombiniert es bei den entsprechenden Modellen mit moderner EFI-Technologie von DELPHI.

Das Hidea-Modellschema verstehen

Die Modellbezeichnungen von Hidea folgen einer klaren Logik. Wer den Buchstabencode versteht, sieht auf einen Blick, ob ein Modell Schubgetriebe hat oder nicht:

Code-Position Buchstabe Bedeutung
1. Stelle F / H F = Fernschaltung / H = Pinne (Handsteuerung)
2. Stelle V / U V = Standardgetriebe / U = Schubgetriebe (Power-Thrust)
3. Stelle E E-Starter (Elektrostart)
4. Stelle L Langschaft (51 cm Spiegelhöhe)
Zusatz T Power Trim & Tilt
Zusatz EFI Elektronische Kraftstoffeinspritzung

Das bedeutet konkret: Ein Modell HDEF 60 HVEL-T EFI hat ein normales Standardgetriebe, ein HDEF 60 HUEL-T EFI dagegen ein Schubgetriebe – bei sonst identischer Ausstattung. Der entscheidende Unterschied steckt im "U".

Hidea HDEF 50 FUEL-T EFI – 50 PS mit Schubgetriebe

Hidea HDEF 50 FUEL-T EFI – 50 PS Power-Thrust-Design
4-Zylinder-Viertaktmotor mit DELPHI EFI-Technologie
Konfiguration: Fernschaltung (F), Schubgetriebe (U), E-Starter (E), Langschaft (L), Power Trim (T)
Ausstattung: Reverse Exhaust Relief System, Engine Alert System, 24-Liter-Kraftstofftank, Aluminiumpropeller
Material: Marine-Aluminium, verzinkte Innenkanäle, Edelstahl-Wasserpumpengehäuse, 6-schichtige PPG-Lackierung

Der Hidea HDEF 50 FUEL-T EFI ist die wirtschaftliche Wahl für mittlere Verdrängerboote, kleinere Hausboote, Pontons und Arbeitsboote, die einen kräftigen Schub bei 50 PS benötigen. Die DELPHI-Einspritzanlage ist dabei kein Nebenargument – Delphi gehört zu den führenden Zulieferern der internationalen Automobilindustrie, und das EFI-System sorgt für sofortige Gasannahme, zuverlässiges Startverhalten und einen niedrigeren Verbrauch als bei vergleichbaren Vergasermotoren.

Hidea HDEF 60 FUEL-T EFI / HUEL-T EFI – Das Flaggschiff der Mittelklasse

Hidea HDEF 60 EFI – 60 PS, in vier Konfigurationen
Standardgetriebe: HVEL-T EFI (Pinne) oder FVEL-T EFI (Fernschaltung)
Schubgetriebe (Power-Thrust): HUEL-T EFI (Pinne) oder FUEL-T EFI (Fernschaltung)
4-Zylinder-Viertaktmotor mit DELPHI EFI-Technologie
Multi-Point Fuel Injection, lange Ansaugrohre, bis zu 20 % Kraftstoffeinsparung im Reisebetrieb
Reverse Exhaust Relief System für leisen Lauf, Engine Alert System

Der Hidea HDEF 60 EFI in der Schubgetriebe-Variante ist der direkte Hidea-Konkurrent zum Suzuki DF60AV. Mit seinem 4-Zylinder-Aufbau läuft er besonders ruhig (der Suzuki ist als 3-Zylinder ausgeführt) und bietet mit der DELPHI-Einspritzung eine moderne, wartungsarme Motortechnik. Wer Wert auf Marktreputation und das engste internationale Servicenetz legt, wird zu Suzuki greifen; wer ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, fährt mit dem Hidea HDEF 60 FUEL-T EFI ausgezeichnet.

Für welche Eigner sich Hidea Power-Thrust besonders eignet

Hidea-Schubmotoren werden besonders häufig nachgefragt von:

  • Anglern, die ein Trolling-fähiges Boot ausrüsten möchten
  • Bootsvereinen mit Begleit- und Trainingsbooten
  • Freizeitkapitänen mit Pontons oder kleineren Hausbooten
  • Eignern kleinerer Arbeitsboote, die hohen Schub bei kontrolliertem Budget brauchen

Vergleich auf einen Blick: Suzuki vs. Hidea Schub

Beide Marken im direkten Vergleich der 60-PS-Klasse:

Merkmal Suzuki DF60AV Hidea HDEF 60 FUEL-T EFI
Schubgetriebe-Bezeichnung Schwerlastgetriebe Power-Thrust-Design ("U")
Untersetzung 2,42:1 Optimiert für Verdränger
Zylinderzahl 3-Zylinder 4-Zylinder
Kraftstoffsystem Sequenzielle Mehrpunkt-Einspritzung mit Lean-Burn DELPHI EFI mit Multi-Point Injection
Besonderheiten Wartungsfreie Steuerkette, NMMA Innovation Award Reverse Exhaust Relief System, Engine Alert System
Stärken Sehr ausgereifte Marke, weltweites Servicenetz, hohe Wiederverkaufswerte Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, moderne Sensorik, 4-Zyl-Laufruhe
Ideal für Eigner, die langfristig Wert auf Markenstärke legen Eigner, die maximale Leistung pro Euro suchen

Schaftlänge – mindestens so wichtig wie das Getriebe

Eine technische Frage, die beim Schubmotor-Kauf gerne unterschätzt wird: die Schaftlänge. Sie muss zur Spiegelhöhe Ihres Bootes passen, sonst sitzt der Propeller entweder zu hoch (zieht Luft, Kavitation) oder zu tief (höherer Widerstand, Beschädigungsgefahr).

Übliche Standardlängen:

  • S – Kurzschaft (ca. 38 cm Spiegelhöhe) – kleine Boote, Schlauchboote
  • L – Langschaft (ca. 51 cm) – Standardgröße für die meisten Boote
  • X – Extralangschaft (ca. 63,5 cm) – größere Boote, höhere Spiegel
  • XX – Ultralangschaft (ca. 76,2 cm) – Segelboote mit hohem Spiegel, große Yachten

Gerade Segelboote benötigen häufig Extra- oder Ultralangschaft-Modelle, damit der Propeller auch bei Schräglage und im Wellengang stets sicher unter Wasser bleibt. Vor dem Kauf eines Schubmotors sollte die Spiegelhöhe immer am tatsächlich montierten Heckspiegel gemessen werden, nicht nur am Datenblatt des Bootsherstellers.

Die meisten Hidea Power-Thrust-Modelle sind serienmäßig mit Langschaft (L) ausgeführt – das entspricht der Konfiguration für klassische Sport- und Verdrängerboote bis etwa 8 Meter. Für andere Spiegelhöhen sprechen Sie uns bitte gezielt an.

Häufige Fehler beim Schubmotor-Kauf

In der täglichen Beratung tauchen einige Fehler immer wieder auf:

Häufiger Fehler Was besser ist
Mehr PS kaufen statt Schubmotor Bei Verdrängern führt die richtige Übersetzung weiter als zusätzliche Leistung
Standard-Propeller am Schubmotor montieren Schubgetriebe entfaltet seine Stärke nur mit großem Schub-Propeller
Nur auf Höchstgeschwindigkeit achten Bei Verdrängern zählt Schub und Rumpfgeschwindigkeit, nicht Endspeed
Bootstyp ignorieren Gleitboot → Standard; Verdränger → Schub. Diese Grundregel zuerst klären
Falsche Schaftlänge wählen Spiegelhöhe selbst messen, nicht vom Datenblatt verlassen
Modellcode missverstehen Bei Hidea: "U" = Schubgetriebe, "V" = Standardgetriebe
Gewicht beim Trailerieren unterschätzen Schubmotor ist deutlich schwerer als Standardausführung – einplanen

Beratung bei Aussenborder24

Die Entscheidung zwischen Standard-Außenborder und Schubmotor ist eine, die sich auf die nächsten 15 bis 20 Jahre Bootsleben auswirkt. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation: Bootstyp, Verwendungsprofil, Spiegelhöhe, gewünschte Performance, Budget. Und wir sagen Ihnen ehrlich, wenn ein Schubmotor in Ihrem Fall nicht die richtige Wahl ist.

Bei Aussenborder24 finden Sie autorisierte Suzuki- und Hidea-Außenbordmotoren – inklusive der Suzuki-Schwerlastgetriebe-Variante DF60AV und der Hidea Power-Thrust-Modelle in der 50- und 60-PS-Klasse. Service, Montage und Wartung übernehmen wir komplett über unsere Partnerwerkstatt EK Marine Service am Steinhuder Meer.

Telefon: +49 172 527 5588
E-Mail: info@aussenborder24.de

Häufige Fragen zum Thema Schubgetriebe

Ist ein Schubmotor langsamer als ein Standard-Außenborder gleicher PS?

Ja, in der Endgeschwindigkeit. Schubmotoren sind nicht auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt, sondern auf maximale Zugkraft im niedrigen bis mittleren Drehzahlbereich. Bei Verdrängerbooten ist das ohnehin meist nicht relevant, weil die Rumpfgeschwindigkeit die Endgeschwindigkeit begrenzt.

Brauche ich für mein Segelboot ein Schwerlastgetriebe?

In den meisten Fällen ja. Segelboote sind im Motorbetrieb Verdränger und profitieren spürbar vom kräftigen Schub – besonders beim Anlegen und gegen Wind oder Strömung. Auch die Ultralangschaft-Variante (XX) ist bei vielen Segelyachten Standard.

Was bedeutet das "U" in den Hidea-Modellbezeichnungen?

Das "U" an der zweiten Stelle des Modellcodes kennzeichnet bei Hidea das Schubgetriebe (Power-Thrust-Design). Beispiele: HDEF 50 FUEL-T EFI oder HDEF 60 FUEL-T EFI sind Schubmodelle. Die entsprechenden "V"-Modelle (HDEF 60 FVEL-T EFI etc.) haben Standardgetriebe.

Was ist der Unterschied zwischen Suzuki DF60A und DF60AV?

Der DF60A ist die Standardausführung mit Untersetzung 2,27:1 und kleinerem Propeller – ideal für leichtere Gleitboote und Sportanwendungen. Der DF60AV hat das Schwerlastgetriebe mit 2,42:1, einen größeren 14-Zoll-Propeller (36 cm) und ist auf Verdrängerbetrieb optimiert.

Kann ich einen normalen Propeller an einem Schubmotor montieren?

Technisch teilweise möglich, praktisch sinnlos. Sie verschenken damit den eigentlichen Vorteil des Schwerlastgetriebes. Schubmotor und großer Propeller sind als System aufeinander abgestimmt – nur in dieser Kombination entfaltet das Konzept seine Wirkung.

Suzuki oder Hidea bei Schubmotoren – welche Marke?

Beide Marken bieten ausgereifte Schub-Konzepte. Suzuki punktet mit jahrzehntelanger Marktreputation, sehr breitem internationalem Servicenetz und höheren Wiederverkaufswerten. Hidea bietet ein deutlich attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis mit moderner DELPHI-EFI-Technik und 4-Zylinder-Laufkultur. Welche Marke besser passt, hängt von Budget und Prioritäten ab – wir beraten Sie gerne.

Wiegt ein Schubmotor wirklich deutlich mehr?

Ja, in derselben PS-Klasse ist ein Schubmotor durch das verstärkte Unterwasserteil und den größeren Propeller spürbar schwerer als die Standardausführung. Wer den Motor regelmäßig selbst abnimmt (Trailer, Winterlagerung), sollte das in der Kaufentscheidung berücksichtigen.

Spart ein Schubmotor Kraftstoff?

Im typischen Verdrängerbetrieb häufig ja. Weil der Motor entspannter und mit niedrigerer Drehzahl arbeitet, sinkt der Verbrauch in vielen Fahrprofilen. Hidea wirbt mit einer Kraftstoffeinsparung von bis zu 20 % im Reisebetrieb durch die EFI-Anlage. Suzuki erreicht durch Lean-Burn ähnliche Werte. Wer dagegen viel Vollgas fährt, wird die Kraftstoffvorteile nicht ausspielen können.

Welche Schaftlänge brauche ich für mein Segelboot?

Bei Segelbooten meist Extralangschaft (X) oder Ultralangschaft (XX). Die genaue Wahl hängt vom tatsächlich gemessenen Spiegelmaß und der Wellenlage Ihres Bootes ab – diese Entscheidung sollten Sie nicht ohne vorherige Beratung treffen.

Haben Sie weitere Fragen oder möchten ein konkretes Angebot für Ihre Anwendung? Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie unverbindlich.

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