Marine Diesel Stromaggregate: Der komplette Guide für Bootseigner
Wer längere Zeit auf dem Boot lebt, weiß, wie schnell die Bordstromversorgung zum Engpass wird. Kühlschrank, Klimaanlage, Warmwasser, Ladegeräte für Smartphones und Laptops. All das läuft am Ankerplatz nicht über Landstrom, sondern über die Bordbatterien. Und die sind endlich. Genau hier kommt ein Marine-Diesel-Generator ins Spiel: ein leiser, kompakter, wassergekühlter Stromerzeuger, der zuverlässig Strom liefert, wo kein Steg in Sicht ist.
Bei Aussenborder24 führen wir zwei etablierte Marken im Bereich Marine-Diesel-Generatoren: die italienische Allpa Paguro Serie mit ihrer breiten Kompakt- und Mittelklasseauswahl sowie die französischen Nanni Marine-Generatoren für größere Boote und professionelle Anwendungen. In diesem Ratgeber erklären wir, wie diese Geräte funktionieren, wie Sie die richtige Leistungsklasse auswählen und worauf Sie bei Installation und Wartung achten sollten.

Warum ein Marine-Generator an Bord?
Bei kürzeren Ausfahrten reicht die Bordbatterie in der Regel aus. Bei mehrtägigen Törns, an Ankerplätzen ohne Landstromanschluss oder auf Booten mit hoher Verbrauchsdichte wird sie schnell zum Flaschenhals. Ein Marine-Diesel-Generator löst dieses Problem strukturell: Er erzeugt Strom vor Ort, aus vorhandenem Bordkraftstoff.
Typische Situationen, in denen ein Generator seine Stärken ausspielt:
- Klimaanlage am Ankerplatz, wenn kein Landstrom verfügbar ist
- Warmwasser und elektrisches Kochen bei längeren Aufenthalten
- Wassermacher und andere leistungsstarke Verbraucher
- Nachladen großer Batteriebänke in kurzer Zeit
- Charter- und Vermietungsbetriebe mit hohem Strombedarf
- Berufsboote mit Kühlketten oder professioneller Ausrüstung
Kurz gesagt: Sobald der Bordverbrauch die Kapazität der Batterien regelmäßig übersteigt, ist ein Generator die technisch und wirtschaftlich sinnvollere Lösung.
Allpa Paguro 12000 V Stromerzeuger – 12kVA mit Inverter & Schallh...
Allpa Paguro 14000 Stromerzeuger – 14kVA mit Schallhaube leisem B...
Allpa Paguro 16500 Stromerzeuger – 16,5kVA mit Schallhaube extra ...
Batterie-Lade-Generator oder Wechselstromgenerator?
An Bord kommen zwei grundlegend unterschiedliche Generator-Konzepte zum Einsatz. Die Entscheidung zwischen ihnen prägt die gesamte Bordelektrik und sollte vor allen anderen Fragen geklärt werden.
Der Batterie-Lade-Generator (DC)
Ein Batterie-Lade-Generator erzeugt Gleichstrom (12, 24 oder 48 Volt) und lädt ausschließlich die Bordbatteriebank. 230-Volt-Verbraucher werden anschließend über einen separaten Wechselrichter aus der Batteriebank gespeist. Der Vorteil: kurze, effiziente Ladezyklen von 40 bis 60 Minuten pro Tag reichen oft aus, um die Batterien wieder auf rund 93 Prozent zu bringen. Kombiniert mit einem intelligenten Steuersystem startet der Generator automatisch, sobald die Batteriespannung einen definierten Grenzwert unterschreitet.
Diese Bauform ist ideal für Bootseigner, die wenige 230-Volt-Verbraucher haben oder diese nur gelegentlich betreiben. Auch bei Yachten mit Elektroantrieb ist der Batterie-Lade-Generator häufig die richtige Wahl.
Der Wechselstromgenerator (AC)
Ein Wechselstromgenerator liefert direkt Wechselstrom (230 Volt einphasig oder 400 Volt dreiphasig) an große Verbraucher wie Klimaanlage, Warmwasserboiler, Wassermacher oder Induktionsherd. Zusätzlich kann er über das Bordladegerät auch die Batterien laden. Der Wechselstromgenerator ist die klassische Wahl für komfortorientierte Cruiser und größere Motorboote, bei denen dauerhaft 230-Volt-Leistung gebraucht wird.
Moderne Installationen kombinieren einen Wechselstromgenerator häufig mit einem Kombi-Wechselrichter (Inverter und Ladegerät in einem Gerät). Dieses System stellt sicher, dass der Generator immer im optimalen Lastbereich läuft: Bei geringem Bedarf übernimmt der Wechselrichter die Versorgung aus der Batterie, bei hohem Bedarf springt der Generator ein und lädt gleichzeitig die Batteriebank.
Das aktuelle Aussenborder24-Sortiment mit Allpa Paguro und Nanni umfasst überwiegend Wechselstromgeneratoren, die je nach Ausführung ein- oder dreiphasig verfügbar sind. Für spezielle Anforderungen an ein DC-System sprechen Sie uns bitte direkt an.
Allpa Paguro 18000 Stromerzeuger – 18kVA mit Schallhaube
Allpa Paguro 3 SY Stromerzeuger – 3kVA ultraleise & wassergekühlt
Allpa Paguro 4 MY Stromerzeuger – 4kVA ultrakompakt & schallgedämpft
So funktioniert ein Marine-Diesel-Generator
Das Grundprinzip ist einfach: Ein Dieselmotor treibt einen Generator (Alternator) an, der elektrischen Strom erzeugt. Was einen Marine-Generator von einem Landgenerator unterscheidet, sind die maritimen Anpassungen.
Grundprinzip und Aufbau
Der Marine-Generator besteht aus vier zentralen Komponenten. Der Dieselmotor ist meist ein industrieller Marine-Diesel, oft auf bewährten Blöcken bekannter Hersteller basierend. Der Generator selbst wandelt die mechanische Energie in Wechselstrom um. Das Kühlsystem nutzt in der Regel Seewasser, das durch einen Wärmetauscher zirkuliert. Und die Schallhaube reduziert die Geräuschentwicklung auf ein Niveau, das an Bord akzeptabel ist.
Wassergekühlt vs. luftgekühlt
Fast alle modernen Marine-Generatoren sind wassergekühlt. Der Vorteil: kompakteres Design, geringere Wärmeabstrahlung in den Motorraum und deutlich leiserer Betrieb. Luftgekühlte Aggregate sind in der Bootstechnik selten geworden, weil sie mehr Platz, mehr Belüftung und eine höhere Geräuschentwicklung mit sich bringen.
Bei den Allpa Paguro Modellen kommen verschiedene Kühlvarianten zum Einsatz: die kleineren Serien wie die Paguro 3 SY, 4 MY und 5 SY sind luft-/wassergekühlt für kompakten Einbau, die größeren Modelle ab 6 kVA arbeiten mit klassischer Seewasserkühlung. Einige größere Aggregate wie die Paguro 8500 sind zusätzlich mit Kielkühlung erhältlich, was den Einsatz auch in verschmutzten Gewässern erlaubt.
Klassischer Generator vs. Wechselrichter (Inverter)
Bei der Frequenzstabilität unterscheidet man zwei Bauformen. Klassische Generatoren erzeugen die Netzfrequenz (50 oder 60 Hz) direkt über die Drehzahl des Dieselmotors. Das bedeutet: Der Motor muss konstant mit der Nenndrehzahl laufen, egal wie viel Strom gerade abgenommen wird.
Wechselrichter-Generatoren (Inverter) trennen die Motordrehzahl von der Netzfrequenz. Der erzeugte Wechselstrom wird gleichgerichtet, gefiltert und über einen Wechselrichter neu aufgebaut. Der Vorteil: Der Motor kann drehzahlabhängig zur Last laufen, was Kraftstoff spart und die Geräuschentwicklung reduziert. Fast alle Modelle im aktuellen Aussenborder24-Sortiment sind Wechselrichter-Generatoren.
Allpa Paguro 4 SY – 4kVA Inverter Stromerzeuger mit Schallhaube
Allpa Paguro 5 SY Stromerzeuger – 5kVA kompakt & luft-/wasssergek...
Allpa Paguro 6000 Stromerzeuger – 6kVA kompakt & wassergekühlt
Energiebilanz: Die Grundlage jeder Auslegung
Bevor Sie einen Generator auswählen, sollten Sie eine Energiebilanz für Ihr Boot erstellen. Sie beantwortet die zentrale Frage: Wie viel Strom brauchen Sie wirklich, wann und für wie lange? Ohne diese Grundlage ist jede Leistungswahl Glückssache.
Was gehört in eine Energiebilanz?
In die Bilanz kommt jeder elektrische Verbraucher an Bord mit drei Angaben: Leistungsaufnahme (in Watt oder Ampere), Betriebsspannung (12, 24 oder 230 Volt) und tägliche Nutzungsdauer in Stunden. Auch scheinbar kleine Verbraucher summieren sich: Schon ein normal ausgestattetes Boot hat oft über 50 verschiedene Schaltkreise.
Besonders zu beachten: Anlaufströme
Klimaanlagen, Kompressoren, Pumpen, Waschmaschinen und Elektromotoren ziehen beim Einschalten kurzzeitig das Zwei- bis Dreifache ihrer Nennleistung. Dieser Anlaufstrom muss vom Generator gedeckt werden, sonst bricht die Spannung zusammen. Als Faustregel: Bei Booten mit Klimaanlage sollten Sie die Nennleistung des Generators um mindestens 30 Prozent über der berechneten Dauerlast wählen.
Klimatische Bedingungen einrechnen
Ein Kühlschrank verbraucht in norddeutschen Sommern deutlich weniger Energie als in mediterranen oder tropischen Gebieten. Wer sein Boot regelmäßig in wärmeren Revieren betreibt, sollte die Verbrauchswerte entsprechend nach oben korrigieren. Für Klimaanlagen an Bord gilt das gleiche Prinzip: Die installierte Leistung entscheidet, aber die tatsächliche Nutzungsdauer bestimmt den täglichen Stromverbrauch.
Aus der Bilanz ergibt sich alles Weitere
Die fertige Energiebilanz liefert drei Kennzahlen: die maximale gleichzeitige Last (dimensioniert den Generator), den täglichen Gesamtverbrauch (dimensioniert die Batteriebank) und die durchschnittliche Ladezeit, die der Generator pro Tag laufen muss. Erst mit diesen Werten wird die Auswahl aus dem Modellprogramm technisch fundiert.
Allpa Paguro 6500 Stromerzeuger – 6,5kVA mit Schallhaube & 1500 U...
Allpa Paguro 8500 Stromerzeuger – 8,5kVA mit Kielkühlung & Schall...
Allpa Paguro 8500 Stromerzeuger – 8,5kVA mit Schallhaube & 1500 U...
Die richtige Leistung: kVA und kW verstehen
Die zentrale Kennzahl bei Generatoren ist die Leistung. Zwei Werte werden dabei häufig genannt: kVA und kW. Beide gehören zusammen, meinen aber nicht dasselbe.
Was bedeuten kVA und kW?
kVA (Kilovoltampere) ist die Scheinleistung. Sie beschreibt die maximale Belastung, die der Generator verkraftet. kW (Kilowatt) ist die Wirkleistung, also die Energie, die tatsächlich in nutzbare Arbeit umgesetzt wird. Der Unterschied entsteht durch den Leistungsfaktor: Bei rein ohmschen Lasten (Heizung, Glühbirne) sind kVA und kW gleich, bei induktiven Lasten (Motoren, Klimaanlagen, Wassermacher) kann kW deutlich unter kVA liegen.
Als praktische Faustregel: Bei Marine-Diesel-Generatoren liegt der Leistungsfaktor typischerweise bei 0,8. Ein 5-kVA-Generator liefert also etwa 4 kW nutzbare Wirkleistung.
Wie viel Leistung braucht Ihr Boot?
Die Leistungswahl richtet sich nach der Summe der maximalen gleichzeitigen Verbraucher, nicht nach der einzelnen Spitzenlast. Eine Klimaanlage zieht beim Anlaufen kurz das Doppelte ihres Nennverbrauchs. Dieser Anlaufstrom muss durch den Generator gedeckt sein.
Kleines Freizeitboot (bis 8 m)
Für Boote mit Grundausstattung (Kühlbox, Beleuchtung, kleiner Kühlschrank, Laden von Endgeräten) reicht ein Generator im Bereich 3 bis 5 kVA. Die Modelle Allpa Paguro 3 SY, Paguro 4 MY, Paguro 4 SY oder Paguro 5 SY sind hier die typische Wahl. Kompakter Einbau, geringes Gewicht, für gelegentliche Nutzung ausgelegt.
Mittleres Sport- oder Cabin-Boot (8 bis 12 m)
Cabin Cruiser und Sportboote mit Klimaanlage, Wassermacher, Warmwasserboiler und mehreren Kühlgeräten brauchen deutlich mehr Reserve. Hier sind Generatoren zwischen 6 und 9 kVA die passende Klasse. Die Allpa Paguro 6000, Paguro 6500, Paguro 8500 und Paguro 9000 Modelle decken diesen Bereich präzise ab.
Größere Yacht (12 bis 18 m)
Größere Boote mit voller Ausstattung, mehreren Klimazonen und großem Batteriepark benötigen 12 bis 18 kVA. Modelle wie Allpa Paguro 12000 V, Paguro 12500, Paguro 14000, Paguro 16500 oder Paguro 18000 sind hier die passenden Ausführungen. Alle mit Schallhaube für minimale Geräuschentwicklung.
Charter- und Berufsboote
Für professionelle Anwendungen mit dauerhaft hoher Last oder besonderen Anforderungen sind die Nanni Marine-Generatoren die passende Wahl. Die Q-Serie deckt Leistungsbereiche von 11 kVA (Q1100-Modelle) über 15 kVA (Q1500-Modelle) bis 24 kVA und mehr (Q2400-Modelle) ab. Auf Kubota- und Toyota-Industrieblöcken basierend, sind diese Generatoren auf viele tausend Betriebsstunden ausgelegt.
| Bootsgröße | Empfohlene Leistung | Passende Modelle |
|---|---|---|
| Bis 8 m | 3 bis 5 kVA | Allpa Paguro 3 SY, 4 MY, 4 SY, 5 SY |
| 8 bis 10 m | 6 bis 8,5 kVA | Allpa Paguro 6000, 6500, 8500 |
| 10 bis 12 m | 9 bis 12 kVA | Allpa Paguro 9000, 9000 V, 12000 V |
| 12 bis 15 m | 12,5 bis 16,5 kVA | Allpa Paguro 12500, 14000, 16500 |
| Über 15 m | 18 kVA und mehr | Allpa Paguro 18000, Nanni Q2400, Q3300 |
| Charter/Beruf/Große Yacht | 36 bis 150 kW | Nanni Q3800, Q4500, Q6800 |
Allpa Paguro 9000 Stromerzeuger – 9kVA leise & wassergekühlt mit ...
Allpa Paguro 9000 V Stromerzeuger – 9kVA Inverter mit Schallhaube
Hidea 100 PS HDEF (EFI / E-Start / Fernsteuerung) Außenbordmotor
Die wichtigsten Marken bei Aussenborder24
In unserer Generatoren-Kollektion führen wir zwei etablierte Marken, die sich in ihrer Ausrichtung ergänzen.

Allpa Paguro
Allpa ist ein niederländischer Zulieferer für Marine-Technik mit langer Tradition. Die Paguro-Generatorserie deckt praktisch das gesamte Freizeitbootsegment ab: von der kompakten 3-kVA-Ausführung für kleinere Boote bis zum 18-kVA-Modell für größere Yachten. Kennzeichnend sind die komplett integrierten Schallhauben, die Wassergekühlt-Bauweise und bei den meisten Modellen die Wechselrichter-Technologie.
Kompaktserie (3 bis 5 kVA)
Die kleinen Paguro-Modelle sind für Boote mit gelegentlichem Generatorbetrieb ausgelegt. Die Paguro 3 SY, 4 MY, 4 SY und 5 SY zeichnen sich durch besonders kompakte Abmessungen, geringes Gewicht und leisen Betrieb aus. Ideal für Cabin Cruiser und Sportboote bis etwa 8 Meter Länge.
Mittelserie (6 bis 9 kVA)
Für die meisten Freizeitboote mit voller Ausstattung ist diese Klasse die richtige Wahl. Die Paguro 6000, 6500, 8500 und 9000 Modelle bieten ausreichend Reserve für Klimaanlagen, Wassermacher und größere Verbraucher. Die 1500-U/min-Varianten (Paguro 6500 und 8500) laufen besonders leise und langlebig.
Großgeräte (12 bis 18 kVA)
Für Yachten und größere Motorboote mit hohem Strombedarf. Die Paguro 12000 V, 12500, 14000, 16500 und 18000 Modelle bieten Leistung für mehrere Klimazonen, Elektrogeräte und volle Bordelektronik. Auch hier ist die Wechselrichter-Technologie in den meisten Ausführungen Standard.
Nanni Marine-Generatoren
Der französische Hersteller Nanni ist bekannt für seine robusten Marine-Dieselmotoren auf Basis von Kubota- und Toyota-Industrieblöcken. Die Generator-Serie folgt derselben Philosophie: industrielle Zuverlässigkeit für den professionellen Einsatz. Nanni-Generatoren finden sich häufig auf Charterbooten, in gewerblichen Anwendungen und auf größeren Yachten mit hohem Dauerstrombedarf.
Die Q-Serie deckt ein außergewöhnlich breites Leistungsspektrum ab: von der kompakten Q500 mit 5 kW bis zur professionellen Q6800 mit bis zu 150 kW. Acht Modelle bilden das Gesamtprogramm:
- Q500: 5 kW, einphasig, 50 Hz. Kompakteinstieg für kleinere Yachten und Segelboote.
- Q1100: 7,6 bis 11 kW, ein- oder dreiphasig, 50 und 60 Hz.
- Q1500: 9,6 bis 15,4 kW, ein- oder dreiphasig, 50 und 60 Hz.
- Q2400: 18 bis 27,8 kW, ein- oder dreiphasig, 50 und 60 Hz.
- Q3300: 24,9 bis 36,4 kW, ein- oder dreiphasig, 50 und 60 Hz.
- Q3800: 32 bis 47 kW, ein- oder dreiphasig, 50 Hz.
- Q4500: 45 bis 99 kW, dreiphasig, 50 und 60 Hz.
- Q6800: 99 bis 150 kW, dreiphasig, 50 und 60 Hz. Für professionelle Anwendungen und große Yachten.
Alle Modelle erfüllen die Emissionsstandards IMO II und RC2, die meisten zusätzlich EPA Tier III. Damit sind Nanni-Generatoren auch für internationale Fahrten und emissionsgeschützte Reviere freigegeben.

SOUNDLESS: Der leiseste Generator am Markt
Nanni bietet inzwischen fast alle Modelle in einer SOUNDLESS-Version an. Durch verbesserte akustische Materialien und eine überarbeitete Schallhaube reduziert diese Ausführung den Geräuschpegel auf 61,7 dB(A) im Vier-Seiten-Durchschnitt (gemessen nach ISO-Standard in einem Meter Abstand). Das ist aktuell der niedrigste Wert am Markt und entspricht in etwa dem Geräuschpegel einer normalen Unterhaltung. In der Kabine ist ein SOUNDLESS-Generator praktisch nicht mehr hörbar.
Kontrollpanel Si2 und Ausstattung
Alle aktuellen Nanni-Generatoren verfügen serienmäßig über das Kontrollpanel Si2: Ein illustriertes Menu, Anzeige aller Motor- und Generatorparameter, Alert- und Fehlercode-Log mit 150 Einträgen und Menüführung in fünf Sprachen. Als Optionen sind unter anderem Parallel-Kit (für Mehrfachschaltungen), Isolated Ground (bipolare Isolation für Alu- und Stahlrümpfe), Syphon Breaker Kit und komplettes Abgassystem verfügbar.
Die Modellcodes folgen einem klaren System: CM steht für einphasigen Wechselstrom (230 V), CT für dreiphasigen Wechselstrom (400 V). Die Frequenzoption 50 oder 60 Hz ist ebenfalls im Code enthalten und richtet sich nach dem Einsatzgebiet.
Wer sich für die konkreten Modelle interessiert, findet die aktuelle Auswahl in unserer Nanni-Generatoren-Kollektion. Für einen tieferen Blick auf die Q-Serie mit allen technischen Details empfehlen wir unseren separaten Beitrag zur Nanni Q-Serie im Detail.
Hidea 130 PS HDEF130 Außenbordmotor – mit modernster Technologie
Hidea HDEF 15 FEL-T XP EFI (40PS auf 15PS) – 15 PS Außenbordmotor
Hidea HDEF 15 HEL-T XP EFI (40PS auf 15PS) – 15 PS Außenbordmotor
Wechselrichter-Technologie: Was ist das Besondere?
Der Übergang von klassischen Direktgeneratoren zu Wechselrichter-Generatoren (auch Inverter-Generatoren genannt) ist einer der wichtigsten technischen Fortschritte der letzten Jahre. Fast das gesamte aktuelle Aussenborder24-Sortiment nutzt diese Technologie.
Der zentrale Unterschied: Ein klassischer Generator muss seinen Motor konstant mit Nenndrehzahl laufen lassen, um die Netzfrequenz (50 Hz in Europa) zu erzeugen. Auch bei minimaler Last läuft der Motor auf Volltouren. Ein Wechselrichter-Generator entkoppelt Motordrehzahl und Netzfrequenz: Er richtet den erzeugten Strom gleich und baut die 50-Hz-Wechselspannung elektronisch wieder auf.
Die praktischen Vorteile:
- Kraftstoffeinsparung von 20 bis 40 % bei Teillast
- Geringere Geräuschentwicklung, weil der Motor drehzahlangepasst läuft
- Weniger Vibrationen im Motorraum
- Saubere Sinusspannung, verträglich für empfindliche Elektronik
- Längere Motorlebensdauer durch reduzierte Belastung im Teillastbereich
Für Bootseigner, die regelmäßig unter wechselnden Lastbedingungen fahren (mal nur Ladeelektronik, mal Klimaanlage plus alles andere), sind Wechselrichter-Generatoren praktisch immer die bessere Wahl. Die etwas höhere Anschaffung amortisiert sich über die Betriebsdauer durch Kraftstoffeinsparung und geringere Wartung.
Hidea HDEF 15 – 15 PS Außenbordmotor EFI
Hidea HDEF 20 EFI – 20 PS Außenborder mit leisem Betrieb & EFI-Te...
Hidea HDEF 30 EFI – 30 PS Außenbordmotor mit leisem Lauf & EFI-Sy...
Installation an Bord
Die Installation eines Marine-Generators ist anspruchsvoller als bei einem einfachen Innenbordmotor. Drei technische Bereiche müssen gleichzeitig gelöst werden.
Platzbedarf und Motorraumplanung
Der Generator braucht ausreichend Platz für sich selbst, für die Belüftung und für Wartungszugänge. Wichtig ist nicht nur das nackte Aggregatvolumen: Rund um die Schallhaube müssen Wartungsflächen freibleiben, die Belüftungsöffnungen dürfen nicht durch andere Ausrüstung blockiert sein, und Filter und Ölwechsel müssen ohne Ausbau des Aggregats möglich sein. Bei knappem Motorraum sind die kompakten Paguro-Modelle wie die Paguro 4 MY oder 5 SY eine gute Wahl, weil sie speziell auf platzsparenden Einbau ausgelegt sind.
Kühlwasser- und Abgassystem
Marine-Generatoren nutzen in aller Regel Seewasserkühlung. Das bedeutet: eigener Seewassereinlass, eigene Seewasserpumpe, eigene Wasserleitungen und ein sauber ausgelegtes Abgassystem mit Wassereinspritzung. Diese Leitungen müssen so verlegt sein, dass kein Seewasser rückläufig in den Generator laufen kann (typischerweise über eine Antisiphonschleife). Bei Kielkühlung entfällt die klassische Seewasserleitung, dafür ist die richtige Auslegung des Kielkühlers entscheidend.
Elektrische Anbindung
Der Generator muss sicher an das Bordnetz angeschlossen sein, mit korrekten Sicherungen, einem automatischen Umschaltrelais zwischen Landstrom und Generator (damit nicht beide gleichzeitig eingespeist werden) und einer sauberen Verlegung aller Kabel gemäß Marine-Standards. Fehler in diesem Bereich können teuer werden: Kurzschlüsse im Motorraum sind eine der häufigsten Brandursachen an Bord.
Hidea HDEF 40 EFI – 40 PS Außenbordmotor mit leisem Lauf & EFI-Te...
Hidea HDEF 50 EFI – 50 PS Außenbordmotor mit EFI-Technologie & le...
Hidea HDEF 60 EFI – 60 PS Außenbordmotor mit EFI & Schubgetriebe
Wartung und Pflege
Marine-Generatoren sind auf lange Lebensdauer ausgelegt, brauchen aber regelmäßige Aufmerksamkeit. Der Aufwand ist überschaubar, aber konsequent.
Regelmäßig zu prüfen: Motoröl-Stand, Kühlwasser-Kreislauf, Keilriemen, Kraftstofffilter, Wasserabscheider und die Opferanoden im Wärmetauscher. Ein kurzer Rundgang um den Generator vor jedem Start dauert weniger als fünf Minuten und verhindert die meisten Probleme.
Jährlich in die Werkstatt oder in gründliche Eigenwartung: Motoröl und Ölfilter wechseln, Kraftstofffilter erneuern, Impeller der Seewasserpumpe prüfen, Getriebeöl kontrollieren, Anoden bei mehr als 50 % Abbau ersetzen, Batterie und elektrische Anschlüsse überprüfen.
Zur Winterlagerung: Seewassersystem entleeren und mit Frostschutz füllen, Kraftstoffsystem stabilisieren, Motor mit Konservierungsöl behandeln, Batterie ausbauen und frostfrei lagern.
Details zur Winterlagerung finden Sie auch in unserem Winter-Konservierungsratgeber. Auch wenn er primär für Außenborder gedacht ist, gelten viele Prinzipien für Marine-Diesel-Generatoren analog.
Hidea HDEF115 EFI Außenbordmotor – 115 PS 4-Takt Power mit EFI
Hidea HDEF150 EFI Außenbordmotor 150 PS – VVT-i & Digitalsteuerung
Hidea HDEF175 EFI Außenbordmotor 175 PS – VVT-i & EFI
Beratung bei Aussenborder24
Die Auswahl des richtigen Marine-Generators hängt von vielen Faktoren ab: Bootsgröße, Motorraum, Verbrauchsprofil, Einsatzzweck und Budget. Bei Aussenborder24 beraten wir Sie persönlich zur passenden Modell- und Leistungswahl aus unserem Generatoren-Sortiment mit Allpa Paguro und Nanni.
Alle unsere Generatoren werden auf Anfrage angeboten. Wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot, klären technische Details zur Einbaumöglichkeit auf Ihrem Boot und begleiten Sie bis zur Inbetriebnahme.
Telefon: +49 172 527 5588
E-Mail: info@aussenborder24.de
Hidea HDEF200 EFI Außenbordmotor 200 PS – VVT-i & Digitalsteuerung
Hidea HDF 15 – 15 PS Außenbordmotor mit E-Starter
Hidea HDF 20 – Leistungsstarker 20 PS Außenbordmotor mit Seilzug-...
Häufige Fragen zu Marine-Diesel-Generatoren
Wie viel kVA brauche ich für mein Boot?
Als Faustregel: Bis 8 Meter Bootslänge reichen 3 bis 5 kVA für Grundverbraucher. Bei 8 bis 12 Metern mit Klimaanlage sind 6 bis 9 kVA sinnvoll. Größere Yachten ab 12 Metern brauchen 12 bis 18 kVA. Für die genaue Auslegung sollten Sie die maximale gleichzeitige Last aller Verbraucher berechnen, einschließlich Anlaufströmen von Motoren.
Ist ein Wechselrichter-Generator wirklich besser?
Bei den meisten Freizeitbooten ja. Wechselrichter-Generatoren sparen bei Teillast deutlich Kraftstoff, laufen leiser und liefern sauberere Spannung. Der etwas höhere Anschaffungspreis amortisiert sich über die Betriebsdauer durch geringere Kraftstoffkosten und Wartung. Nur bei sehr konstantem Volllastbetrieb (z.B. bestimmte gewerbliche Anwendungen) kann ein klassischer Generator gleichwertig sein.
Wie laut ist ein Marine-Generator?
Moderne Marine-Generatoren mit Schallhaube liegen im Betrieb typischerweise zwischen 55 und 65 dB(A) auf einem Meter Abstand. Das entspricht etwa dem Geräuschpegel einer normalen Unterhaltung. Wechselrichter-Modelle laufen bei Teillast leiser als klassische Direktgeneratoren, weil die Motordrehzahl reduziert werden kann. In der Kabine ist ein gut installierter Generator kaum hörbar.
Wie oft muss ich einen Marine-Generator warten?
Grundsätzlich gilt: alle 100 Betriebsstunden oder mindestens einmal jährlich Ölwechsel und Filterprüfung. Bei intensiver Nutzung entsprechend häufiger. Die Winterkonservierung ist in Deutschland immer erforderlich, wenn der Generator im Winter nicht regelmäßig läuft.
Was kostet ein Marine-Diesel-Generator?
Die Preise variieren stark je nach Leistungsklasse, Marke und Ausstattung. Kompakte Modelle im Bereich 3 bis 5 kVA liegen im unteren Preissegment, große Aggregate ab 12 kVA entsprechend höher. Alle Modelle in unserem Sortiment werden auf Anfrage angeboten, damit wir Ihnen ein passendes Gesamtpaket inklusive Beratung und Vermittlung von Einbaupartnern erstellen können. Kontaktieren Sie uns für ein individuelles Angebot.
Kann ich einen Landgenerator auf mein Boot einbauen?
Nicht empfehlenswert. Landgeneratoren haben keine Seewasserkühlung, sind nicht auf salzhaltige Umgebung ausgelegt und erfüllen nicht die Marine-Sicherheitsstandards für Abgasführung und elektrische Isolation. Das Risiko von Korrosion, Ausfall und Brand ist erheblich. Ein echter Marine-Generator ist die einzige sinnvolle Lösung für den Booteinsatz.
Was ist der Unterschied zwischen Allpa Paguro und Nanni?
Allpa Paguro deckt das gesamte Freizeitbootsegment vom kompakten 3-kVA-Modell bis zum 18-kVA-Aggregat für größere Yachten ab. Die Serie ist besonders für Bootseigner mit Freizeit- oder Cruising-Nutzung ausgelegt. Nanni bietet ein deutlich breiteres Leistungsspektrum von 5 kW (Q500) bis 150 kW (Q6800) und richtet sich damit sowohl an Freizeityachten als auch an Charter, Vermietung, Berufsschifffahrt und große Yachten mit hohem Dauerbedarf. Nannis SOUNDLESS-Version mit 61,7 dB(A) ist zudem der aktuell leiseste Marine-Generator am Markt.
Wie laut ist die Nanni SOUNDLESS-Version wirklich?
Nach ISO-Standard in einem Meter Abstand liegt der Vier-Seiten-Durchschnitt bei 61,7 dB(A). Zum Vergleich: Eine normale Unterhaltung erreicht etwa 60 dB(A), ein leises Büro rund 50 dB(A). In der Kabine unter Deck ist ein SOUNDLESS-Generator praktisch nicht mehr hörbar. Der Wert wird durch verbesserte akustische Materialien und eine überarbeitete Schallhaube erreicht.
Kann ein Marine-Generator gleichzeitig die Bordbatterien laden?
Ja. Viele Bootseigner nutzen den Generator genau dafür: Über ein leistungsstarkes Ladegerät werden die Bordbatterien in wenigen Stunden vollgeladen, während gleichzeitig die 230-V-Verbraucher wie Klimaanlage oder Wassermacher laufen. Bei richtig ausgelegter Anlage lässt sich der Generatorlauf so auf wenige Stunden pro Tag begrenzen.
Haben Sie weitere Fragen zu Marine-Diesel-Generatoren oder möchten Sie eine konkrete Beratung für Ihr Boot? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir helfen Ihnen, die richtige Leistungsklasse und das passende Modell zu finden.
