Getriebeöl beim Außenborder wechseln – Warum dieser kleine Service Ihren Motor rettet
Das Getriebe – im internationalen Fachjargon "Lower Unit" oder "Gearcase" – ist das am häufigsten ausfallende Bauteil eines Außenbordmotors. Nicht Überhitzung, nicht Kraftstoffprobleme, sondern schlicht vernachlässigtes Getriebeöl killt die Zahnräder. Eine Wartung, die unter einer Stunde dauert und mit einfachen Hausmitteln auskommt, kann den Unterschied zwischen einem Motor, der zehn Jahre läuft, und einer aufwendigen Getriebereparatur ausmachen.
Dieser Ratgeber von Aussenborder24 erklärt, warum das Getriebeöl beim Außenborder so wichtig ist, wann es gewechselt werden muss, welche Warnsignale Sie erkennen sollten und wie der Wechsel Schritt für Schritt funktioniert. Wir verkaufen sowohl Suzuki- als auch Hidea-Außenborder und kennen die typischen Wartungsfälle aus der täglichen Werkstattpraxis.
Was ist das Getriebe und warum so wichtig?
Das Getriebe – auch Unterwasserteil genannt – ist der untere, ins Wasser ragende Teil Ihres Außenbordmotors. Es besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: dem Getriebegehäuse mit den Zahnrädern (Antriebs- und Abtriebsrad), der Propellerwelle und der Wasserpumpe mit dem Impeller. Diese Einheit überträgt die Leistung des Motors über eine 90-Grad-Umlenkung auf den Propeller und damit auf das Wasser.
Das Getriebe arbeitet unter extremen Bedingungen: hohe Drehzahlen, hohe Belastung, ständige Wasserumspülung, im Sommer wie im Winter. Damit die Zahnräder reibungsfrei und langlebig laufen, sitzen sie in einem Ölbad. Genau dieses Öl ist es, das die Lebensdauer des Motors entscheidend bestimmt – und genau dieses Öl wird in der Praxis am häufigsten vergessen.

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Die drei Aufgaben des Getriebeöls
Das Getriebeöl erfüllt nicht eine, sondern drei lebenswichtige Funktionen gleichzeitig. Wer die Aufgaben versteht, versteht auch, warum sein Ausfall so schnell so teuer wird.
Schmierung
Das Öl bildet einen mikrometerdünnen Film zwischen den Zähnen der Zahnräder. Dieser Film verhindert, dass Metall direkt auf Metall reibt. Ohne diesen Film entstehen innerhalb weniger Betriebsstunden Mikroverschleißspuren, die nicht mehr reparabel sind.
Kühlung
Bei Volllast erzeugen die Zahnräder und Lager beträchtliche Wärme. Das Öl transportiert diese Wärme an die Gehäusewand, wo sie vom umspülenden Wasser abgeführt wird. Ein zu altes oder zu wenig vorhandenes Öl kann diese Wärme nicht mehr ausreichend ableiten – die Folge: höhere Temperaturen, beschleunigter Verschleiß.
Korrosionsschutz
Das Öl bildet eine Schutzschicht auf allen Metallflächen und hält Feuchtigkeit von ihnen fern. Diese Funktion ist gerade im Außenbordbetrieb entscheidend, weil das Getriebe permanent in feuchter Umgebung arbeitet. Sobald das Öl seine Schutzwirkung verliert, beginnen Korrosionsprozesse, die das Innenleben des Getriebes innerhalb einer Saison ruinieren können.
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Was passiert, wenn das Getriebeöl nicht gewechselt wird?
Die Antwort in einem Satz: das Getriebe stirbt langsam, aber sicher. Der Prozess läuft typischerweise so ab:
Der stille Killer: Wasser im Getriebe
Wie oben erwähnt, sind die Wellendichtringe Verschleißteile. Mit der Zeit lassen sie geringe Mengen Wasser ins Getriebegehäuse eindringen. Dieses Wasser vermischt sich mit dem Öl und bildet eine milchige Emulsion – cremig-weiß bis hellbraun. Diese Emulsion hat keine der drei oben genannten Eigenschaften mehr: Sie schmiert nicht, sie kühlt schlechter und sie schützt nicht mehr vor Korrosion.
Die Folgen einer Vernachlässigung
Was dann passiert, ist eine Kettenreaktion:
- Mikrokorrosion auf den Zahnflanken – kleine Pickel und Vertiefungen, die das Zahnprofil zerstören
- Metallabrieb – feine Metallpartikel im Öl, die wie Schleifpaste wirken
- Lagerschaden – die Wälzlager fressen sich an Schmutz und Partikeln fest
- Geräuschentwicklung – das Getriebe heult oder mahlt im Betrieb
- Komplettausfall – das Getriebe blockiert, der Propeller dreht nicht mehr
Wer Pech hat, erlebt diese Kettenreaktion innerhalb einer einzigen Saison. Wer sehr viel Pech hat, mitten auf dem Wasser.
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Wann muss das Getriebeöl gewechselt werden?
Die Faustregel der meisten Außenborderhersteller – darunter auch Suzuki und Hidea – ist klar und einfach: alle 100 Betriebsstunden oder einmal pro Saison, je nachdem, was zuerst eintritt. In der Praxis gibt es vier konkrete Anlässe, bei denen ein Wechsel ansteht.
Erste Wartung nach dem Einlaufen (Break-in)
Bei einem fabrikneuen Außenborder findet in den ersten Betriebsstunden die sogenannte Einlaufphase (Break-in) statt. In dieser Phase passen sich die Zahnräder mikroskopisch aneinander an, und es entsteht ein feiner Metallabrieb im Öl. Aus diesem Grund empfehlen Hersteller, das erste Mal nach 10 bis 20 Betriebsstunden einen Ölwechsel durchzuführen, um diese Einlaufpartikel zu entfernen. Wer das versäumt, schleift mit dem Einlaufabrieb weiter und beschleunigt den Verschleiß.
Reguläre Wechselintervalle
Nach der ersten Wartung gilt das Standardintervall: 100 Betriebsstunden oder einmal jährlich. Die meisten Freizeitbootsfahrer in Deutschland erreichen die 100-Stunden-Marke nicht innerhalb einer Saison – für sie zählt also der jährliche Wechsel als bestimmender Faktor.
Süßwasser vs. Salzwasser
Wer seinen Außenborder im Salzwasser betreibt – an Nord- und Ostsee oder im Mittelmeer – sollte das Intervall verkürzen. Salz beschleunigt Korrosionsprozesse erheblich. Hier ist alle 50 Betriebsstunden ein Wechsel sinnvoll, mindestens aber halbjährlich, wenn der Motor im Salzwasser läuft.
Vor der Winterlagerung – unbedingt!
Eines der wichtigsten Wartungsereignisse ist der Ölwechsel vor der Winterlagerung. Der Grund: Altes Öl mit Wasseranteil oder beginnender Versäuerung greift über die langen Wintermonate gnadenlos die Zahnräder an. Im Frühjahr stehen dann teure Reparaturen an, die mit einer kleinen Wartungsmaßnahme im Herbst hätten vermieden werden können. Wer seinen Motor einlagert, ohne das Getriebeöl zu wechseln, geht ein vermeidbares Risiko ein.
• Erste Wartung: nach 10–20 Betriebsstunden (Break-in)
• Reguläres Intervall (Süßwasser): alle 100 Stunden oder einmal jährlich
• Salzwasserbetrieb: alle 50 Stunden empfohlen
• Vor Winterlagerung: immer, unabhängig von Betriebsstunden

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Diagnose: Was das alte Öl über den Motorzustand verrät
Eine der wertvollsten Eigenschaften des Ölwechsels: Das alte Öl ist eine kleine Diagnose-Probe. Wer das ausfließende Öl in einer Auffangschale beobachtet und gleichzeitig die Ablassschraube prüft, erfährt eine Menge über den Zustand seines Getriebes.
| Aussehen des Öls | Was es bedeutet | Maßnahme |
|---|---|---|
| Dunkel, klar, leicht zähflüssig | Normal nach längerer Nutzung | Routine-Wechsel, alles in Ordnung |
| Milchig-cremig oder hellbraun-schaumig | Wasser ist ins Getriebe eingedrungen | Wellendichtringe sind defekt – Werkstatt aufsuchen |
| Grau-metallisch glänzend | Erhöhter Metallabrieb von Zahnrädern oder Lagern | Inspektion durch Fachwerkstatt erforderlich |
| Mit großen Metallspänen oder Bruchstücken | Zahnschaden, Lagerschaden oder beides | Sofort Werkstatt – nicht weiterfahren |
| Verbrannter Geruch | Überhitzung, Mangelschmierung | Ursache klären, ggf. Reparatur |
Die Ablassschraube bei vielen Außenbordern hat eine magnetische Spitze. Dort sammeln sich beim Ablassen die metallischen Partikel aus dem Getriebe. Ein leichter, feiner Belag aus Metallstaub ist normal und kein Grund zur Sorge – feine Mikropartikel entstehen im normalen Betrieb. Größere Späne oder Bruchstücke sind dagegen ein Alarmsignal und gehören sofort in fachkundige Hände.
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Welches Getriebeöl ist das richtige?
Die Wahl des Öls ist keine Geschmacksfrage. Für Außenbordmotoren gibt es klare Standards, an die man sich halten sollte – und mindestens einen großen Fehler, den man unbedingt vermeiden muss.
API-Klassifizierung: GL5, SAE 80 oder 90
Das Standard-Getriebeöl für Außenbordmotoren entspricht der Norm API GL5 in der Viskosität SAE 80W-90 oder vergleichbar. Diese Klassifizierung ist im internationalen Marine-Markt etabliert und wird von praktisch allen Herstellern – auch Hidea und Suzuki – verwendet. Die Bedienungsanleitung Ihres Motors nennt die exakte Spezifikation für Ihr Modell.
NMMA FC-W: Das Marine-Gütesiegel
Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet zusätzlich auf das Zertifikat der National Marine Manufacturers Association (NMMA): das Siegel FC-W garantiert, dass das Öl die typischen Belastungen eines Marine-Antriebs erfüllt – Wärme, Wasser, hohe Drehzahlen, salzige Umgebung. Premium-Markenöle führen dieses Siegel sichtbar auf der Verpackung.
Warum niemals Autoöl verwenden
Mischen vermeiden
Verschiedene Marken oder Viskositäten sollten nicht miteinander gemischt werden. Die Additivpakete unterschiedlicher Hersteller können chemisch reagieren und ihre Schutzwirkung gegenseitig schwächen. Vor jedem Wechsel das alte Öl vollständig ablassen.
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Getriebeöl wechseln Schritt für Schritt
Der Ölwechsel am Außenborder ist eine der einfachsten Wartungsarbeiten, die ein Bootseigner selbst durchführen kann. Mit etwas Vorbereitung dauert er etwa 30 Minuten.
Was Sie brauchen
- Passendes Marine-Getriebeöl (Menge laut Bedienungsanleitung – meist zwischen 200 ml und 1 Liter)
- Großer, breiter Schlitzschraubendreher (für Ablass- und Entlüftungsschraube)
- Ölpumpe oder Quetschflasche zum Befüllen
- Auffangschale für das Altöl
- Verschließbarer Behälter für das Altöl (Entsorgung)
- Neue Dichtringe (O-Ringe) für die Schrauben
- Saubere Lappen, Einweg-Handschuhe
- Optional: WD-40 oder ähnliches Kriechöl, falls Schrauben fest sitzen
Vorbereitung
Den Motor kurz im Spülbetrieb auf Betriebstemperatur bringen – warmes Öl fließt besser ab. Anschließend den Außenborder senkrecht und aufrecht stellen, am besten auf einer ebenen Fläche oder noch montiert am Boot. Die Ablassschraube befindet sich auf einer Seite des Unterwasserteils, im unteren Bereich des "kugelförmigen" Getriebegehäuses. Die Entlüftungsschraube sitzt darüber, meist oberhalb der Kavitationsplatte.
Der Wechsel in 8 Schritten
- Ablassschraube positionieren. Den Motor so trimmen, dass die untere Ablassschraube in der tiefstmöglichen Position steht. So fließt das Öl vollständig ab.
- Auffangschale unter die Ablassschraube stellen. Dann die untere Ablassschraube zuerst herausdrehen – nicht die obere. Das Öl beginnt langsam zu tröpfeln.
- Obere Entlüftungsschraube lösen. Sobald das Öl langsam tröpfelt, die obere Schraube entfernen. Dadurch wird das Vakuum gebrochen und das Öl fließt zügig ab. Den Ablassvorgang etwa 5 bis 10 Minuten, idealerweise länger laufen lassen, damit das Getriebe vollständig leer wird.
- Altöl prüfen. Während das Öl abläuft, die Magnetspitze der Ablassschraube prüfen und das ausfließende Öl im Behälter beurteilen (siehe Diagnose-Tabelle oben). Bei Auffälligkeiten: nicht weitermachen, sondern Fachwerkstatt kontaktieren.
- Neues Öl von unten einfüllen. Die Ölpumpe oder Quetschflasche in das untere Ablassloch einsetzen. Das Öl immer von unten einpumpen – niemals von oben einfüllen, sonst entstehen Lufteinschlüsse, die später Schäden verursachen.
- Füllen, bis es oben austritt. So lange pumpen, bis am oberen Entlüftungsloch frisches Öl ohne Luftblasen austritt. Das ist der Beweis, dass das Getriebe vollständig gefüllt ist.
- Obere Schraube zuerst zurückdrehen. Bevor Sie die Pumpe entfernen, die obere Entlüftungsschraube wieder einschrauben (mit neuem Dichtring). Dadurch entsteht ein leichtes Vakuum, das Ölverlust beim Entfernen der Pumpe minimiert.
- Untere Schraube schnell schließen. Pumpe zügig herausziehen und die Ablassschraube sofort einsetzen. Etwas Ölverlust ist normal und kein Problem. Schraube handfest anziehen, dann mit Werkzeug nachziehen (Drehmoment laut Bedienungsanleitung).
Zum Abschluss: das Getriebegehäuse außen mit einem sauberen Lappen abwischen, die Auffangschale leeren und das Altöl in einem verschließbaren Behälter zur Sammelstelle (Wertstoffhof oder Werkstatt) bringen. Altöl gehört unter keinen Umständen in den Hausmüll oder die Umwelt.
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Häufige Probleme – und wie Sie sie lösen
Die Ablassschraube sitzt fest
Eines der häufigsten Probleme: Die Ablassschraube – Stahl in einem Aluminiumgehäuse – lässt sich durch Galvanikorrosion oft nur schwer lösen. Folgende Tricks helfen, ohne die Schraube zu beschädigen:
- Kriechöl (z. B. WD-40) auftragen und einige Stunden, am besten über Nacht einwirken lassen
- Schlagschrauber von Hand – kleines Werkzeug, das beim Anschlagen leicht dreht und festsitzende Schrauben effizient löst
- Wärme – mit einem Heißluftfön das Gehäuse erwärmen (vorsichtig, nicht direkt auf Kunststoffteile)
- Geduld – nicht überdrehen und den Schlitz nicht beschädigen, sonst wird das Ausbohren zur größeren Operation
Wenn alles nichts hilft: lieber in die Werkstatt fahren, statt eine ausgenudelte Schraube zu produzieren. Eine professionelle Lösung kostet deutlich weniger als ein Bohr- und Reparaturservice.
Anoden mitkontrollieren
Wenn Sie schon einmal am Getriebe arbeiten: prüfen Sie die Opferanoden. Diese kleinen Metallblöcke (typischerweise an der Trim-Platte und am Befestigungsbügel) opfern sich der Korrosion, um das Aluminium des Getriebes zu schützen. Sind sie zu mehr als 50 % abgebaut, sollten sie ersetzt werden. Faustregel für das Anodenmaterial:
- Zink – nur für reines Salzwasser
- Aluminium – für Salz- und Brackwasser, auch in der Ostsee gut geeignet
- Magnesium – ausschließlich für Süßwasser, NIE im Salzwasser einsetzen (zu schnelle Auflösung)
Propeller abnehmen und kontrollieren
Die Gelegenheit nutzen und den Propeller abnehmen. Häufige Befunde: Angelschnur, die sich um die Propellerwelle gewickelt hat und auf die Wellendichtringe drückt. Wer regelmäßig in Fischereigebieten unterwegs ist, sollte dies mindestens einmal pro Saison kontrollieren – versteckter Schnurkokon ist eine der häufigsten Ursachen für undichte Wellendichtringe und damit für Wasser im Getriebe.
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Aufwand und Nutzen: Warum sich der Wechsel lohnt
Lassen Sie uns einen Augenblick nüchtern rechnen – nicht in Zahlen, sondern in Größenordnungen. Ein Getriebeölwechsel umfasst:
- Eine überschaubare Menge Marine-Getriebeöl (typischerweise weniger als ein Liter)
- Frische Dichtringe für die Schrauben
- Eine einmalige Anschaffung einer Ölpumpe, die viele Jahre hält
- Etwa eine halbe Stunde Zeit
Eine vernachlässigte Wartung dagegen kann folgende Reparaturen nach sich ziehen:
- Wellendichtringe ersetzen – wenn man früh genug eingreift, der kleinste der möglichen Folgekosten
- Wasserpumpe und Impeller – meist gleich mitfällig, weil Wasser im Getriebe oft an mehreren Dichtungen vorbei eindringt
- Zahnräder und Lager ersetzen – ein erheblicher Eingriff, der das Getriebe in der Werkstatt zerlegt und neu aufbaut
- Komplettes Unterwasserteil ersetzen – im schlimmsten Fall ein Reparaturwert, der einen relevanten Teil des Motorneupreises ausmachen kann
Wir wollen hier bewusst keine konkreten Preise nennen, weil sie je nach Motor, Modelljahr, Werkstatt und Region stark variieren. Die Faustregel ist jedoch unabhängig vom Preisniveau eindeutig: Die Wartung kostet einen Bruchteil dessen, was eine Reparatur kostet. Es gibt am Außenborder kaum eine Maßnahme, bei der das Verhältnis von Aufwand zu Nutzen so deutlich zugunsten der Prävention ausfällt.
Hinzu kommt ein Faktor, der sich gar nicht in Geld messen lässt: Ein Komplettausfall des Getriebes geschieht typischerweise nicht zu Hause am Steg, sondern mitten auf dem Wasser. Wer die Wartung ernst nimmt, kauft sich also nicht nur eine längere Motorlebensdauer, sondern auch ein Stück Sicherheit für seine Ausfahrten.
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Bei Aussenborder24
Sie kaufen einen neuen Außenborder oder benötigen Hilfe bei der Wartung Ihres bestehenden Motors? Bei Aussenborder24 finden Sie alles, was Sie brauchen: Suzuki-Außenborder und Hidea-Modelle mit moderner DELPHI-EFI-Technik. Für Service, Wartung und Werkstattarbeiten arbeiten wir mit unserer Partnerwerkstatt EK Marine Service am Steinhuder Meer zusammen.
Wenn Sie sich beim Ölwechsel unsicher sind oder das Altöl Auffälligkeiten zeigt: kommen Sie gerne mit dem Motor vorbei oder rufen Sie uns kurz an. Eine telefonische Erstberatung kostet nichts und kann teure Folgeschäden verhindern.
Telefon: +49 172 527 5588
E-Mail: info@aussenborder24.de
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Häufige Fragen zum Getriebeölwechsel
Wie oft soll ich das Getriebeöl wechseln?
Die Faustregel: alle 100 Betriebsstunden oder einmal pro Saison – je nachdem, was zuerst eintritt. Im Salzwasser empfehlen wir alle 50 Stunden. Vor der Winterlagerung immer. Bei einem neuen Motor zusätzlich nach den ersten 10–20 Betriebsstunden (Einlaufphase).
Wie viel Öl braucht mein Außenborder?
Das hängt vom Modell und der Leistung ab. Kleine Motoren (2,5 bis 6 PS) benötigen etwa 90 bis 200 ml, mittlere Motoren (15 bis 50 PS) etwa 320 bis 500 ml, größere Modelle (60 bis 150 PS) zwischen 700 ml und 1 Liter. Die genaue Menge steht in der Bedienungsanleitung Ihres Motors.
Wie erkenne ich, dass Wasser im Getriebe ist?
An der Farbe des Altöls. Normales Öl ist dunkel und klar bis leicht trübe. Bei Wasser im Getriebe ist das Öl milchig-cremig oder hellbraun-schaumig. In diesem Fall sind die Wellendichtringe defekt und müssen ersetzt werden – das ist ein Werkstattfall.
Welches Öl darf ich verwenden?
Marine-Getriebeöl der Spezifikation API GL5 in der Viskosität SAE 80W-90 (oder modellspezifisch gemäß Bedienungsanleitung). Idealerweise mit NMMA FC-W Zertifizierung. Keine Autoöle, auch nicht aus derselben Viskositätsklasse – die fehlen die nötigen Marine-Additive.
Kann ich verschiedene Marken mischen?
Besser nicht. Die Additivpakete unterschiedlicher Hersteller können chemisch reagieren und ihre Schutzwirkung gegenseitig schwächen. Vor dem Wechsel das alte Öl vollständig ablassen und mit demselben (Marken-)Öl nachfüllen.
Soll ich den Ölwechsel selbst machen oder in die Werkstatt geben?
Der Wechsel an sich ist eine der einfachsten Wartungsmaßnahmen am Außenborder – die meisten Bootseigner können das mit etwas Vorbereitung problemlos selbst durchführen. Wer sich technisch unsicher fühlt, ein neueres Modell unter Garantie hat oder Auffälligkeiten am Altöl entdeckt, ist in der Fachwerkstatt besser aufgehoben. Bei einer Routine-Wartung ohne Komplikationen ist Selbstmachen eine sehr lohnende Investition.
Was ist, wenn ich keinen Drehmomentschlüssel habe?
Im Idealfall sollten die Ablass- und Entlüftungsschrauben mit dem in der Bedienungsanleitung angegebenen Drehmoment angezogen werden, damit sie weder undicht werden noch das Gewinde beschädigt wird. Handfest plus eine viertel Umdrehung mit dem Werkzeug ist eine vernünftige Annäherung, wenn kein Drehmomentschlüssel vorhanden ist – aber für die langfristige Sicherheit lohnt sich die Investition in ein passendes Werkzeug.
Soll ich die Wellendichtringe gleich mitwechseln?
Bei Routine-Ölwechseln nicht zwingend nötig. Bei Anzeichen für Wassereinbruch (milchiges Öl) oder offensichtlicher Beschädigung der Dichtungen unbedingt. In der Praxis ist das Wechseln der Wellendichtringe ein etwas größerer Eingriff, der in der Regel in der Werkstatt erfolgt.
Was mache ich mit dem Altöl?
Altöl gehört zu den Sondermüll-Stoffen. Niemals in den Hausmüll, das Abwasser oder die Natur. Die meisten Wertstoffhöfe nehmen Altöl kostenlos an, ebenso viele Auto- und Bootswerkstätten. Auch wir bei Aussenborder24 nehmen Altöl unserer Kunden auf Anfrage gerne zurück.
Haben Sie weitere Fragen zur Wartung Ihres Außenbordmotors? Schreiben Sie uns gerne – wir helfen Ihnen weiter.
